Von der Form zum Legostein

Viele Teile aus Plastik, die uns im Alltag begegnen, bestehen zuerst nur in Form von Flüssigkeit, bis sie letztlich in Form gebracht werden. Ob Legostein oder Kochlöffel, ohne eine gute Form könnten wir sie nicht benutzen.

Heute wird zwischen dem Formenbau für Plastikteile und den Gießformen für Metallteile unterschieden. Formen haben zunächst einmal unterschiedliche Lebenszeiten. Die Dauerformen sind, wie es der Name sagt, auf eine dauerhafte Verwendung angelegt. Die so genannten verlorenen Formen werden nur einmal verwendet, oder besser: Sie gehen nach einer einzigen Verwendung verloren. Diese Formen werden oft aus Sand oder aus Wachs hergestellt. Gerade in der Medizintechnik werden oft Wachsformen verwendet, weil sie kostengünstig sind und zum Beispiel bei einer Prothese ohnehin nur einmal verwendet werden müssen, weil jedes Stück unterschiedlich ist.

Für die Dauerformen nimmt man meistens Metallformen, wenn es um hohe Stückzahlen geht und Formen aus Gips, Kunststoff oder Holz bei kleineren Stückzahlen. Im Altertum wurden auch Steine als Material für Formen verwendet.

Um eine Form zu schaffen braucht es eine Matrize. Diese ist eine Negativform des Teils, das man haben will. Man kann es mit den Förmchen vergleichen, die man als Kind im Sandkasten hatte. Diese Formen herzustellen ist heute eine komplizierte Angelegenheit. Anders als bei einer Sandburg müssen heute Genauigkeiten von unter einem Millimeter eingehalten werden. Dazu wird das Objekt, das man später gegossen haben will, als Prototyp in 3D im Computer erstellt oder mit einem Laser abgescannt. Die Daten werden dann mit Hilfe eines Computers verarbeitet, der wiederum eine NC-Maschine steuert, die dann die Form entsprechend aus einem Metallstück fräsen kann. Allerdings gibt man immer noch etwas drauf, um den Schwund durch Erkaltung auszugleichen.

Es ist nicht unüblich, dass man diese Formen noch per Hand nachbearbeitet, um die Innenseiten so glatt wie möglich zu bekommen. Als Formmaterial wird Stahl verwendet.

Bei Kunststoffprodukten wird das Ausgangsmaterial per Spritzgussverfahren in die Form gebracht, Aluminium und Zink wird per Druckguss eingegeben.